10:00 Uhr News – Zu Gast im Keller

Sankt Augustin (brk) – Am heutigen Vormittag war es endlich soweit. Im Bundesrollenspielkeller wurde ein lang ersehnter Gast aus der Industrie empfangen, um ein wenig mit dem Reh zu plaudern und sich die so nah an seinem Firmenhauptsitz in Essen gelegene Infrastruktur einmal persönlich anzusehen.
Besonders geschmeichelt fühlte sich der Herrscher des global erfolgreichen Wirtschaftsimperiums durch die umfangreiche Sammlung von Firmenportraits und Aufzeichnungen die sich ihm und seinem Konzern höchst selbst widmeten.
„Ihnen scheint nun wirklich nichts über mich und meinen Familienbetrieb entgangen zu sein“ witzelte der charismatische CEO und ließ sich vom Rollenspielreh noch etwas Zucker in den Tee löffeln.

Essen
Firmensitz der Großunternehmers in Essen (Quelle: Andreas „AAS“ Schroth)

„Wissen Sie, ich habe auch mal sehr klein angefangen. Irgendwann wuchs die Sache schließlich wie von selbst, so dass ich mich einige Zeit aus dem aktiven Gewerbe zurückziehen konnte. Man muss die Zügel auch mal aus der Hand geben – wozu hat man Personal?“ lacht der weißhaarige fröhlich, während er in einem Dossier über seinen Betrieb blättert.
Das Reh zeigte sich wie immer gastfreundlich und konnte die Zunge des Industriemagnaten durch die Zugabe von etwas Feingebäck weiter lockern: „Schließlich hab ich es einfach nicht mehr ausgehalten – ich wollte zurück kommen. Natürlich lief es, aber sehen sie wie gut es jetzt läuft? Viele bezeichnen meinen Firmenhauptsitz in Essen als prunkvolles Schloss. Das ist natürlich übertrieben, wissen Sie. Auch wenn ich zugeben muss den Freizeitparkt nicht mehr missen zu wollen. Kennen sie das Maskottchen Fanja? Reizend sag ich Ihnen Frau Reh, wirklich ganz reizend.“
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Vor einem sich langsam drehenden Lüftungsschachtventilator parlierten unser aufgehender Stern am Rollenspielhimmel und der milliardenschwere Unternehmer bei heroischer Musik noch ein wenig weiter.
Besonders die wachsende, aber unvollständige, Sammlung seltener Cthulhu Bücher hatte es dem Gast des Kellers angetan. Nach eigener Aussage habe er selbst lange überlegt eine solche Sammlung zu beginnen, doch seien ihm die Werke von Pegasus einfach zu kostspielig. Auch wenn er seit August 2008 selbst enger mit dem Verlag zusammen arbeite, seien den Verlegern die Hände gebunden. Limitierte Auflagen seien nun einmal mal limitiert und da würde man auch für ihn keine Ausnahme machen.
„Da bleibt mir wohl vermutlich nichts anderes übrig als bei eBay zu lauern um ein Schnäppchen zu schlagen.“ Gestand der Topmanager ein wenig frostig. „Die werden schon sehen was sie davon haben – ich bekomme meine Sammlung schon noch.“ Lächelte er charmant mit einem sehr wissenden Grinsen. Der für sein Planungstalent bekannte Mann würde sicherlich einen Weg finden und das Reh wünschte ihm bei diesem nächsten großen Projekt alles Gute. Nach dem erklimmen des Konzernolymps sollte das Zusammenstellen einer vollständigen Cthulhu Sammlung die nächste würdige Herausforderung für ihn darstellen.
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Mit einem Gastgeschenk in Form eines doppelten Bandes auf dem Rollenspielregal des Rehs verließ der Gast die Räumlichkeiten in Sankt Augustin und versicherte, dass man in Zukunft noch öfter von ihm hören würde.
Die Brandspuren der im Vorgarten geparkten Vektorschubmaschine waren noch nicht ganz ausgekühlt, als das Reh bereits die erste Gruppe von in 80er Jahre Kutten gekleidete Banditen vom Kellerfenster fortscheuchen musste.

Für die Rehdaktion

senf

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