10:00 Uhr News – Gastarbeiterin von Junkie attackiert

Cenheim (cpa) – Seit einigen Wochen geht es mit der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit auf den Straßen der Welthauptstadt steil bergab. Vor einiger Zeit noch spielten bis in den Abend hinein lachende Kinder unbeschwert auf den Straßen und arglose Senioren enspannten sich in den noch bis nach Sonnenuntergang geöffneten Biergärten. Bilder die man inzwischen nurnoch selten sieht.

Die Kiminalität nimmt stetig zu. Banden verrücktgewordener Vagabunden treiben sich in den Gassen und Häuserschluchten herum und bringen die treuen und ehrenhaften Bürger Cenheims in Bedrängnis. Die Curatio sieht sich dieser dramatischen Zunahme von Gewalt, Waffenhandel, Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch zumeist machtlos gegenüber. „Wir sind einfach zu wenige um dieser Lage Herr zu werden.“ nimmt der LordInspektor der städtischen Curatio sachlich Stellung. Man sieht ihm die Unzufriedenheit darüber an nicht mehr für den Imperator und die ihm anvertraute Region tun zu können. „Schuld ist das System. Immer weniger Mittel stehen uns zu verfügung und die Ausrüstung wirkt teilweise als wäre sie bereits 10.000 Jahre alt. Sie sollten sich mal in unserer Waffenkammer umsehen, da stellen sich einem die Nackenhaare auf. Inzwischen wird uns Ausrüstung nicht mehr ausgegeben, sondern von Generation zud Generation weitervererbt. Modernisierung? Keine Spur.“

Die aggressiven Gruppierungen von Kriminellen hingegen bedienen sich mit vollen Händen und reichlich gefüllten Geldsäckeln. Auf der zwielichtigen Seite der Stadt ist nichts von Geldnot, zu wenig Waffen oder Personalmangel zu verspüren und so befindet sich die Curatio in einem Krieg den sie nicht gewinnen kann. Seit der Sperrung des Raumhafens durch die Inquisition ist mit Verstärkung nicht zu rechnen und auch die Gesuche der Curatio an das Adeptus Arbites bleiben seit Monaten unbeantwortet.

Ein weiteres schockierendes Beispiel für die gewalttätigen Ausuferungen ergab sich vergangenen Mittwoch in einem Amüsierbetrieb:Mit unserem Pressesonderausweis gestattete man uns widerwillig Zutritt zum Ort des Geschehens. Das subterrane Ladenlokal war seit vielen Jahren ein Ort der Kurzweil und der Entspannung. Viele angesehene Gäste aus dem Administratum, der Wirtschaft und der Ekklesiarchie zählten zu den gerne gesehenen Stammkunden dieses Cenheimer Urgesteins. Teure Vorhänge, luxuriöse Einrichtung und exotische Requisiten dominierten noch vor wenigen Stunden jene Räumlichkeiten deren Bild inzwischen von den blutigen Spuren eines unerklärlichen Angriffs bestimmt wird. Eine der kleinen und überaus freundlichen Mitarbeiterinnen mit fernöstlichem Kulturhintergrund wendet sich kleinlaut an uns: „Ehs geschah ahlles soh plöhtzlich. Flemdel Mahnn wulde sehl böhse und gliff ahn alme Wu MingMey. Gaaaahnz fuhlchbal.“ Der hochgewachsene Geschäftsführer des Ladens legt einen Arm um seine ausgelöste exotische Angestellte und begleitet sie aus dem Raum ehe er sich schließlich ebenfalls an uns richtet: „Unsere Mitarbeiterinnen sind noch sehr verwirrt aufgrund der Tat des fremden Einheimischen. Meine ehemalige Saisonarbeiterin Wu MingMey, der Imperator habe sie selig, wollte eigentlich gerade eine Vorstellung zur Unterhaltung der Gäste starten – aber dazu kam es ja dann nicht mehr.“
Während der gutaussehende junge Besitzer des Lokals einige Bedienstete harsch zurecht weist sehen wir uns noch ein wenig weiter um.
Den Berichten der Curatio zu folge war in der Tatnacht ein Konsument exotischer Drogen, welche er laut Aussage des Inhabers selbst mitgebracht haben musste, auf eine der Bedienungen losgegangen. Er litt offenbar unter Halluzinationen, als er mit einem Schwert auf die Kleinwüchsige Frau losging und sie brutal in Stücke zerhackte. Vor der Tür zur Umkleide wollte die unschuldige Dame sich gerade noch ihr aufwändiges Kostüm zurecht machen, welches ihren Rücken mit langen sehr anmutigen Tentakeln schmückte. Die etwas wulstigen und sehr bunten Fortsätze sind ein Teil der fernöstlichen Kultur und erfreuen sich in Kombination mit jungen Damen besonderer beliebtheit bei den männlichen Gästen. Offenbar fühlte sich der Amokläufer durch die zahlreichen, aber in jedem Fall harmlosen, Tentakeln verwirrt und wurde zornig. Da sich der Täter noch immer auf der Flucht befindet ist zu seinen genauen Beweggründen noch nichts weiter bekannt. Wir dürfen hoffen, dass die Curatio diese wilde Bestie bald dingfest machen kann.

Bis es soweit ist sei besondere Vorsicht geboten. Der Täter ist brutal, drogensüchtig und zu allem bereit. Noch dazu ist der hochgewachsene Mann mit einem altertümlichen Schwert und einem Elektroschlagstock bewaffnet. Augenzeugen beschrieben den Mann als trainierten Hühnen mit Bart. Besonder markant und in verschiedenen unabhängigen Täterbeschreibungen erwähnt sind seine bösartigen Augen. Der Blick eines Mörders, eines Psychopathen und Rauschmittelkonsumenten.
Die Curatio rät der Bevölkerung sich bei Sichtung der flüchtigen Person unbedingt fern zu halten und belohnt Hinweise die zur Festnahme führen mit 200 Thronen.

Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit wurde die für die kommende Woche geplante, große und allseits beliebte, Kostümparade, im fernöstlichen Stil, leider abgesagt.

Für den Imperator, kontrollierte Medien und die Rehdaktion

senf

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