[Rollenspiel und Neugeborenes] Teil 2: Baby on Board

Einen schönen Montag Morgen euch allen 🙂

Nach einem schönen weihnachtlichen Wochenende ist es offenbar wieder an der Zeit in die Arbeitswoche einzusteigen. Zum Glück sind es nur noch wenige Tage bis zum verdienten Weihnachtsurlaub!

Wie in meinem letzten Beitrag [Rollenspiel und Neugeborenes] Teil 1: Wie kann das gehen? versprochen gehe ich im folgenden etwas näher auf den Ablauf unserer Spielrunden im Beisein unserer inzwischen zwei Monate alten Tochter ein.

Unsere ein bis zwei mal die Woche stattfindenden Spielrunden beginnen im Regelfall zwischen 18:00 und 18:30 Uhr. Zu dieser Zeit ist Ehlana meist noch putzmunter und begleitet uns gerne (als hätte sie die Wahl ^^) mit in den Bundesrollenspielkeller. Da ich meistere und das Reh als Spieler am Tisch sitzt, kümmert sie sich während der Spielrunden um den Nachwuchs. Bis der Moment gekommen ist und Ehlana schließlich ins Bett geht, liegt sie entweder vor meiner Frau auf einer Decke auf dem Tisch, hockt in ihrem Tragegestell (Manduca), oder liegt in der abnehmbaren Schale unseres Kinderwagens. Wie sie untergebracht wird hängt sehr stark mit der Laune des Kindes zusammen. Es gibt Zeiten da will sie beschäftigt werden und fordert Aufmerksamkeit ein – in dieser Zeit liegt sie dann auf dem Tisch und wird vom Reh bespaßt und bespielt. Natürlich lenkt das meine Frau stark vom Spielen ab, aber in diesen Momenten lässt es sich nicht anders bewerkstelligen. Das Spiel der Anderen am Tisch wird jedenfalls nicht großartig in Mitleidenschaft gezogen.
Ist das Kind müde aber anhänglich kommt es ins Tragegestell und residiert dann an Rehs Brust und schläft zumeist. Ist dies der Fall können wir im Grunde ganz normal spielen und weder in Lautstärke noch im sonstigen Verhalten muss auf Ehlana Rücksicht genommen werden. Babys können auch bei Lärm schlafen und wir laufen ja auch ansonsten tagsüber nicht auf Zehenspitzen durch die Wohnung.
Am unkompliziertesten ist unsere Kleine jedoch wenn sie genügsam im in der Wagenschale liegt und pennt, oder sich selbst beschäftigt.
Wie es dann im Endeffekt läuft lässt sich jedoch eher schlecht planen 🙂Sollte Ehlana während einer Session Hunger bekommen wird sie vom Reh gestillt. Dazu gehen die beiden dann einfach rüber an die Kellertheke und setzen sich dort auf eine Bank – ein blickdichter Vorhang sorgt dann für die nötige Intimsphäre ^^ So kann Reh dann auch weiter zuhören oder sich sogar am Spiel beteiligen.

In den ersten Wochen im Leben von Ehlana war sie an den Spielabenden vom Anfang bis zum Ende mit dabei. Ihre Schlafenszeit hatte sich zu dieser Zeit auf ca. 22:00 Uhr eingependelt, so dass wir die Runde dann zu dieser Uhrzeit auch beendeten. Geregelte Zeiten um ins Bett zu gehen sind bei Babys echt Gold wert und so waren wir hoch motiviert dafür zu sorgen, dass diese unbedingt eingehalten werden.
Inzwischen verschiebt sich die Zeit in der Ehlana müde wird immer weiter vor, so dass wir ihr „Zu Bett geh Ritual“ meist so ab 19:00 Uhr starten können. Wenn es dann so weit ist machen wir eine kurze Spielpause und bringen unseren schläfrigen Nachwuchs hoch ins Bett. Dort wird dann gewickelt, gestillt und gesungen und so das Baby auf die Nachtruhe eingestimmt.
In der Theorie klappt das bereits gut – in der Praxis noch recht durchwachsen 🙂
Wir haben über dem Babybett eine IP Cam von Aldi installiert und können so auch im Keller sehen was bei der Kleinen los ist. Die Kamera nimmt Bild und Ton auf und ist über einen einfachen Webbrowser einseh- und steuerbar. Das Browserfenster lassen wir dann einfach auf einem der Bildschirme geöffnet um sie nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein herkömmliches Babyfon kam nicht in Frage, da dies von der Sendereichweite her den Keller nicht hätte abdecken können.

So oder so ähnlich laufen unsere Runden zur Zeit ^^ Inzwischen haben wir immerhin angefangen einzelne Runden OffAir aufzunehmen um diese für die Nachwelt zu erhalten. Was davon in welcher Form seinen Weg ins WWW finden wird weiß ich nicht – dies liegt in den hübschen Händen meiner Frau.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

Viele Grüße

senf

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3 Gedanken zu “[Rollenspiel und Neugeborenes] Teil 2: Baby on Board

  1. Hey, das klingt wirklich so, als wärt Ihr auf einem guten Weg, Elternschaft und Rollenspiel auf machbare Weise zu kombinieren! Das freut mich und gibt mir Hoffnung für alle zukünftigen Eventualitäten (da ich bislang nur die Eltern-verschwinden-nach-der-Geburt-für-drei-Jahre-aus-der-Welt-Variante kenne).

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