Pathfinder – Die Diener der Dame – Zusammenfassung und Kritik

~ Reh’s eigene Pathfinder Kampagne ~

Bei den Dienern der Dame handelt es sich um die ersten eigenständigen Gehversuche unserer Rollenspielgruppe im Bereich Pathfinder. Als wir uns damals entschieden nach langer Zeit des Shadowrun CyberPunks zurück zum Fantasy Genre zu kehren, fiel unsere Wahl auf das auf dem D&D 3.5 entstandene Pathfinder. Welches ja auch gelegentlich als D&D 3.75 bezeichnet wird.

Die Kampagne „Die Diener Dame“ entstand vollends aus Rehs eigener Feder und begann in einem kleinen Dorf namens Goldbach.

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Wir all begannen unsere Charaktere als Stufe 1 Helden des eigenen kleinen Heimatdorfes. Lediglich Sascha spielte dort einen Halbork namens Tazgosch, welcher mit einer dunklen Vergangenheit von andern Orts kam.
Kons, welcher ja inzwischen leider nicht mehr Teil unserer Spielgemeinschaft ist, verkörperte dort den heranwachsenden Kopfgeldjäger Felton Sieghardt. Einen jungen Recken mit halbelfischen Wurzeln der innerhalb des Dorfes ein gutes Ansehen genoss.
Bibi schlüpfte in dieser Runde in die Rolle des Gladius „Glitzi“ Tiefstein. Ein gnomischer Herr mittleren Alters, der am Rande Goldbachs bei seinem menschlichen Ziehvater in einem Wäldchen lebte. Glitzi wurde von dem in die Tage gekommenen Mann zum Waldläufer ausgebildet und erzogen, seit er ihn damals als Findelkind aufgenommen hatte. Glitzi hatte aufgrund seiner gnomischen Herkunft die Rolle eines akzeptierten und aufgrund seiner quierligen Art als witzig empfundenen Außenseiters im Dorf. Sein ständiger Begleiter war ein Frettchen namens Epona.
Ich selbst wählte für diese Runde die Rolle von Lina Wolfenbach. Ein junges Mädchen, welches in ihrer Jugend hexenartige Kräfte entwickelte die für das Dorf mehr Fluch als Segen waren und sie in die Rolle einer Außenseiterin drängten. Lina war eine Eishexe die in der Ortschaft unbeabsichtigt für frühe Winter, sterbende Tiere und verdorrende Felder sorgte. Freundschaften pflegte sie nur mit Glitzi, welcher schon seit ihrer frühen Kindheit immer mal nach ihr sah und zu Vigis dem Fuchs – ihrem Vertrauten.

Die ersten Abende hatten das Dorf Goldbach zum Spielort, in welchem die vier Charaktere die ersten Erfahrungen sammeln konnten. Lina und Felton entwickelten eine auf Schüchternheit und Zurückhaltung basierende Liebelei, während die Charaktere schließlich irgendwann das Dorf verließen. Kleinere Scharmützel mit Orks, einigen Kobolden und Wildtieren hatten sie dort schon hinter sich. So begannen sie durch die Lande zu ziehen und konnten auf diese Art und Weise sogar irgendwann ein Einhorn finden, sowie das berühmte Schurkenschwert von Feltons Mutter, welche wohl eine bedeutsame Schurkin gewesen sein musste.
Die Charaktere legten sich mit einer Räuberbande an und beschlossen schließlich den Landstrich zu verlassen. Etwa zu dieser Zeit legte Vigis der Fuchs sich die Angewohnheit zu, regelmäßig auf Glitzis Kopfkissen zu pinkeln. Auf ihren Reisen lernten sie eine Gruppe von Gripplies kennen, welche Lina von diesem Moment an als gottgleiche Königin verehrten und der Gruppe als ziehendes Volk von kleinen schleimigen Froschmännern folgten. Eines Tages fand man einen höllischen und offensichtlich verfluchten Sumpf der wie geeignet für die Amphibienmännlein schien – sie hatten ihr neues Zuhause gefunden. Innerhalb des Sumpfes entdeckten die Helden einen verwunschenen Prinzen, der in ein Ungetüm verwandelt worden war. Außerdem erkundeten sie einen unheimlichen Turm. Innerhalb des Turms wurde dann Epona das Wiesel halbiert und Tazgosch der halborkische Begleiter mit zweifelhaften Ambitionen von einem Sturmelementar zerrissen. Um seinem Andenken gerecht zu werden beschloss man seine Ausrüstung mitzunehmen und was man nicht mehr brauchte vielleicht irgendwann zu verkaufen.
Wie der Zufall es so wollte tauchte kurz nach dem Ableben des Halborks ein menschlicher Paladin namens Thorvin auf [Das Reh: „The Gamers“ lässt grüßen ;)], welcher in Begleitung einer zwergischen Klerikerin reiste. Der Paladin wurde von Sascha dargestellt und die Klerikerin durch die Meisterin. Thorvin und seine Begleiterin waren treue Diener der Göttin Ilu – einer Gottheit die Rehs selbsterdachtem Pantheon entsprungen war und für Schönheit, Kunst, Liebe und dergleichen verantwortlich war.
Mit der neuen Verstärkung konnte der Turm gestürmt, der verfluchte Prinz in die Gruppe integriert, Epona beerdigt und die Gripplies angesiedelt werden. Ehe man ging, bekam das Froschkönigreich den Auftrag ihrer göttlichen Königin Lina einen angemessenen Hexenturm oder gar ein Schloss zu bauen. Wie weit sie damit kamen und was dabei am Ende herum kam werden wir wohl nie erfahren…

[Das Reh: Ab hier kann man die Runden dann auf YouTube verfolgen, wer sich also nicht spoilern will, ließt besser ab hier nicht weiter! :)]

Die Reise ging weiter und einige Wochen später erreichte man die Hauptstadt der Baronie Heneheim in Aglarond – Nethra. Dort verdingten sich die Charaktere bei der Mariengilde und erledigten dies und das für ihre magisch potenten Herren. So versuchten sie genug Gold anzuhäufen, damit sie dem armen Prinzen helfen konnte – denn Zauber zum Entfluchen war sehr teuer. Jener Prinz wurde wohl von seiner bösen Stiefmutter verflucht und konnte aufgrund der vorherrschenden familiären Streitigkeiten nicht mehr heim, solange er verflucht war und die böse Stiefmutter den Vater des Prinzen unter Kontrolle hatte.
Am Ende konnte die böse Zauberin besiegt und der Herrscher der Stadt von seiner Beeinflussung befreit werden. Der Prinz wurde wieder zum Menschen, was – dem auf diesen ohnehin sehr eifersüchtigen – Felton sicherlich gar nicht geschmeckt hätte – wäre er nicht beim großen Endkampf von Lina versehentlich mit einer Eisbombe getötet worden. Lina war ganz schön sauer auf sich selbst und sehr traurig. Von der Legende Felton Sieghardt spricht man noch heute in ganz Heneheim.
Zum Dank für ihre Dienste bekam Thorvin eine total tolle Rüstung, die er dann zurück ließ damit da nichts dran kommt. Glitzi erhielt ein treues Haustier in Form eines Wildschweines, welches er nach dem ehemaligen halborkischen Begleiter Tazgosh taufte und Lina wurde auf eigenen Wunsch hin durch Adoption zur Prinzessin von Heneheim gemacht.

Nach einer angemessenen Zeit der Trauer um Felton, beschloss man ihm zur Ehre das Schurkenschwert seiner Mutter zu selbiger zurück zu bringen und dieser die traurige Kunde um den Tod ihres Sohnemannes mitzuteilen. So stach man in See und machte sich auf nach Sonstwohin. Immerhin hatte keiner eine Ahnung wo die Mutter sein sollte… [Das Reh: Oh doch, ihr hattet einen Hinweis! :P]
Natürlich erlitten die Charaktere Schiffbruch und landeten auf der sagenumwobenen Schlangeninsel. Das war dann ein kurzer Abstecher in einen Pegasus Abenteuerpfad, bei dem wir über Band 1 allerdings nicht hinaus kommen wollten. Auf der Insel ging viel Mysteriöses vor und wie der Zufall es so wollte lernte man bald einen neuen Gefährten kennen. Ein Kitsune namens Kasimir Schlebowski stieß mitten in einem Dschungel voller Monster und Gefahren zu der Gruppe und wurde aufgrund seiner Andersartigkeit als vertrauenswürdig eingestuft.
Auf der Insel lernte man ansonsten noch Captain Kin Karian kennen, den ehemaligen Befehlshaber der Pökeldämon, welcher nun als untoter Geist Nacht für Nacht zu jenen kommt die das Amulett seiner ebenfalls verstorbenen, aber offenbar wunderschönen, Frau Eshamara fanden. Erst wollte er es mit Gewalt zurück fordern, aber als die Charaktere es ihm bereitwillig gaben und er es aufgrund seiner geisterhaften Physik nicht in die Hände nehmen konnte, entschied er sich es bei den Helden zu lassen. Sie erklärten sich bereit es ihm jeden Abend zu zeigen und seit jenem Tag kommt er jeden Abend ans Lagerfeuer um sein Leid zu klagen und sein hübsches Weib zu beklagen.
Durch die Zerschlagung irgendeines Kultes und ein sehr mächtiges MumbaJumba um ein knochiges Geisterschiff, konnten die Charaktere, nachdem sie – um sich zu stärken – das Wildschwein von Glitzi aufgegessen hatten [Das Reh: So tragisch xD], die Insel und sogar Golarion, die Pathfinder Hintergrundwelt, verlassen. Das Schiff legte dann nach kurzer Zeit an der Schwertküste an und man befand sich kurz vor Baldur’s Tor. Also auf Faerûn, dem D&D 3.5 Setting.

Hier ein Trailer für die bei YouTube veröffentlichten darauf folgenden Runden (bezüglich des Jahrmarktes außerderhalb von Baldur’S Tor):

Außerhalb der Stadt trafen unsere Helden dann auf einen geheimnisvollen Jahrmarkt. In der Großen Stadt erlebten die Charaktere dann weitere kuriose Dinge. Thorvin vergiftete sich beim Versuch Lina zu umgarnen selbst mit einem Liebestrank und wollte Casimir daraufhin an die Wäsche. Am Ende landeten beide in Untersuchungshaft bei der Stadtwache. Glitze konnte sich in einem Vorort einen Hund namens Lord zulegen, welchen er von da an gelegentlich trainierte. Später in der Stadt kaufte er sich zusätzlich noch einen sprechenden Vogel, der eine Weile in seinem buschigen hochstehenden goldenen Haupthaar residierte.
Die Helden gerieten kurz darauf an eine Adlige mit viel zu viel Geld und bekamen den Auftrag in einem Sumpf nach einem Artefakt zu suchen. Mehr aus der dem Wunsch heraus mit Gold und Geschmeide überhäuft zu werden, als aus reiner Nächstenliebe, nahmen sie die Mission an und brachen alsbald auf.

Im  Sumpf wurde der sprechende Vogel dann von einem Riesen gefressen und die Charaktere fanden einen großen See, in dessen Mitte sie nach dem vermissten Artefakt fischen wollten. Dort fand die Geschichte – bis jetzt – ihr Ende.

Vielen Dank fürs Lesen 🙂

Senf

Ein Gedanke zu “Pathfinder – Die Diener der Dame – Zusammenfassung und Kritik

  1. Eine wirklich grandiose Kampagne. Hat mir von allen Pathfinder Serien hier wirklich am besten gefallen. Ich fände es super, wenn es wieder ein regelmäßiges Wiedersehen mit Glitzi und Co. geben würde. Dafür könntet ihr meinetwegen auch die Abenteuerpfade schleifen lassen.

    Viele Grüße!

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