Warhammer 40k – Schattenjäger – Charakter – Thronagent Euphratie Scarlet

++ Ich denke wir sollten das Risiko eingehen. ++

(Quelle: MagicnaAnavi, Deviantart)
(Quelle: MagicnaAnavi, Deviantart)

Name: Euphratie Scarlet
Geburtsjahr: 479M41
Körpergröße: 1,75 m
Gewicht: 60 kg
Haarfarbe: pink
Augenfarbe: violett
Speziell: sehr langes Haar, Hautbild „VI“ unter linkem Auge

Rang: Thronagent
Ordo:
Malleus
Fraktion:
Xanthit
Karriere:
Psionikerin / Hexe
Heimatwelt: Kind der Leere
Eltern: Galondur Trem und Larina Zetha
Geschwister: unbekannt

Zitate:

++ Das hat noch keinem geschadet. ++
++ Warum etwas kontrollieren wollen, dass mit genügend Freiheit viel mächtiger ist? ++
++ Dieser Körper ist nicht groß genug für uns beide. ++

Zusatzmaterial:

1. Charakterbogen: Charakterbogen Euphratie Scarlet

.

Charaktergeschichte

1. Die Schneidener Eifer

Die „Schneidender Eifer“ war seit jeher als herausragendes und wunderschönes Juwel der Imperialen Flotte bekannt. Dieses Schiff wurde einst vor Jahrtausenden von den sagenumwobenen Schmiedemeistern der Schiffswerften des Mars gefertigt, mit einem tödlich effizienten Arsenal an vernichtender Rumpfbewaffnung ausgerüstet und mit verschwenderischen Mengen von Edelmetallen und anderen kostbaren Materialien verziert.
Über etliche Generationen wurde das Kommando über die, an ein Kunstwerk erinnernde, Gefechtsbrücke des Schlachtschiffes weiter gegeben. Jeder der erhabenen Lordkapitäne kann bis heute in den Reihen von aufwändigen Ölgemälden betrachtet werden. Die in Lebensgröße verewigten Personen schmücken die Wände des zum Kommandodeck führenden, von weißen Granitsäulen getragenen und mit teurem Teppich ausgelegten, Gallerien.
Vor nicht einmal vierhundert Jahren wurde die „Schneidender Eifer“ an die heiligen Ordos der Inquisition übergeben. Sie war als Geschenk und Zeichen des großen Dankes zu betrachten – eine in Material gefasste Geste für einen großen Dienst des bekannten Inquisitors Gustav Stahlmantel. Für eine Tat, die inzwischen vergessen oder in einem der unzähligen Archive des Administratums viel zu tief vergraben wurde.

In den stählernen Eingeweiden des annähernd vier Kilometer langen Schiffes, weit ab von den goldverzierten Bordüren und den – mit epischen Fresken geschmückten – Fassaden, schufteten jene armen Seelen, die das gewaltige energieverschlingende Herz des Schiffes am Schlagen halten.
In der sechsten Sektion, welche sich seit dem Stapellauf des Kreuzers traditionsgemäß zwischen dem linken Hauptarmourium und dem hinteren Ausläufer des zentralen Munitoriums befand, war es nicht anders. Eine Crew von achthundert Seelen lebte, arbeitete und starb in diesem Bereich. Ihr Existenzrecht war die Wartung, die Versorgung und der Betrieb der mittschiffs gelegenen backbord Bewaffnung. Eine stolze Batterie von zehn Makrokanonen verschlang nicht nur Gallonen von Maschinenöl und Megatonnen an Munition, sondern auch die Gesundheit und die Leben jener die sie bedienten.
Die Männer und Frauen der sechsten Sektion kannten sich untereinander sehr gut, da sie abgesehen von den in rote Roben gehüllten Adepten des Mechanikums und ihren Aufsehern, niemanden sonst kannten. Es war natürlich streng verboten die eigene Sektion zu verlassen und selbstverständlich bekamen jene, denen es zu offen nach Anderem gelüstete die mehrschwänzige Stahlseilpeitsche der Knechte und Kanonenmeister zu spüren. Da die Sklaven an den kolossalen Geschoss-Verladekränen und in den Wartungstrupps nichts Anderes kannten, kamen solche Wünsche jedoch nur höchst selten auf.

2. Im Sturm geboren

Zwei der arbeitsamen Diener unter Deck der „Schneidender Eifer“ waren Galondur Trem und die junge Larina Zetha. Obwohl die Familie Trem schon seit bald 750 Jahren für die Schmierung und Ölversorgung des Backbordgeschützes III-B verantwortlich war und somit nicht viel mit den Zethas zu tun hatte, welche in ihrer Tätigkeit als Verladesklaven im Kranbereich 7 tätig waren, hatten die beiden imperatortreuen Seelen zueinander gefunden. Im Schatten der drohenden Peitsche des Knechtes entstand eine kleine, für die sechste Sektion sehr ungewöhnliche, Romanze.
In einem großen ölverschmierten Geschützrohr gaben sich die beiden jungen Sklaven einander hin und zeugten eher ungewollt gemeinsam ein Kind.

Während einer Überfahrt vom heiligen Sol System in den entlegenen Sektor Calixis wurde die „Schneidender Eifer“, durch menschliches Versagen unter den Sklaven der dreizehnten Sektion, Opfer eines größeren Unheils. Die Alarmsirenen übertönten die Schreie einer werdenden Mutter und verkündeten das wovor sich jeder Matrose, unabhängig seines Standes, fürchtete: Warpeinbruch. Die Gellerfelder flackerten aufgrund eines Wartungsfehlers und schwächten die schützende Blase aus Realität, die den stolzen Kreuzer vor dem Wahnsinn des Äthers abschirmen sollte. Mit dem Fluch des Immateriums brandete eine ganze Woge aus Irrsinn und abstoßenden Kreaturen durch den Rumpf in das Innere des Schiffes. Zahllose Sklaven fielen den Schrecken des großen Ozeans zum Opfer, während die Adepten vom Mars um die Kontrolle des Gellerfeldes kämpften.
Die Versorgungstunnel, Quartiere und Hangars des Schiffes wurden an diesem schrecklichsten Tag in der Geschichte des Schiffes rot gefärbt. Noch während man die verstümmelten Leichen zählte, hielt eine frische Mutter ihr ebenfalls blutüberströmtes Kind in den Armen. Die Schreie des Neugeborenen mit den pinken Haaren und den violetten Augen hallten durch die leergefegten Gänge und ließen die verbliebenen Besatzungsmitglieder schaudern.
Galondur und Larina benannten das kleine Mädchen mit „Euphratie“, dem Namen einer Heiligen aus längst vergessenen Tagen. Dieser Name sollte, dem in einer solchen Stunde des Unglücks geborenen Mädchen, ein wenig Hoffnung bringen. Die übrigen Sklaven der sechsten Sektion nannten sie Scarlet – die Farbe der Gänge des Schiffes am Tage ihrer Geburt.

Im Alter von fünf Jahren bekam das Mädchen, genau wie alle anderen, die Ziffer der Sektion unter ihr linkes Auge tätowiert. Dieses Hautbild trug man in der Sektion mit Stolz, denn es zeugte von Einheit. Da man in den dunklen Korridoren der Backbordgeschütze nicht viel mehr als Stolz und Einheit hatte, besaßen diese Attribute einen wahrlich hohen Stellenwert.
Euphratie Scarlet entwickelte sich, trotz der düsteren Umgebung und den nicht unerheblichen Entbehrungen, zu einem unbeschwerten und recht intelligenten Kind. Sie lernte sehr schnell und wusste schon sehr früh über Dinge Bescheid, von denen ihr eigentlich niemand erzählt haben wollte. Aufgrund ihrer Herkunft betrachteten manche sie mit Argwohn und die unheilige Stunde ihrer Geburt wurde von vielen Abergläubischen als schlechtes Omen gedeutet.

3. Vertrauter Helfer

Während der Routinereinigung des großen Projektilrohrs von Kanone IV-B, befand sich die neunjährige Euphratie am Boden des kreisrunden und lediglich von den Zügen und Feldern durchbrochenen, Schachtes. Wie jeder der etwa einhundert, mit der Reinigung betrauten, Sklaven, hatte sie bis auf die grauen ölverschmierten Lumpen, dem Schmauchkratzer mit der Ölpumpe und den beiden Sicherungs-Elektromagneten mit Leine nicht viel bei sich. Die Magnete konnten genutzt werden um das Rohr an allen Stellen zu reinigen, in dem man sich mit einer Sicherungsleine daran hing und dann seiner Arbeit nachgehen konnte.
Kinder unter zehn Jahren durften lediglich am Boden des Rohres arbeiten und sollten bis dahin von den Erwachsenen lernen. Das Mädchen, dass sich gerade auf allen vieren in einer der langen Rillen befand, um dort eine hartnäckige Schmauchkruste mit dem Schaber zu bearbeiten, zuckte zusammen, als etwas neben ihr aufschlug.
Eine in Sklavenkluft gehüllte Gestalt mit verdrehten Gliedmaßen rutschte gerade in die Rinne hinein, in der Euphratie hockte und war offenbar vom oberen Ende des Abschussrohres herab gestürzt. Hoch oben hingen noch die beiden Magnete an der Stahlwand neben einem zerfleddertes Stück der Sicherungsleine. Die Neunjährige starrte den Mann, welcher aus gut 50 Metern Höhe herabgefallen war, mit großen Augen an und drehte ihn vorsichtig auf den Rücken. Rings um sie herum brach bereits das Geschrei los. Die ersten Knechte eilten hastig zum Ort des Geschehens oder kämpften bereits die Unruhen in den Reihen der Sklaven mit ihren Knüppeln nieder. Just in diesem Moment fror die Zeit für Euphratie einen Herzschlag lang ein:
„Willst du ihm helfen? Er muss nicht sterben. Wenn du mich bittest helfe ich ihm. Du kennst mich. Du vertraust mir. Ich habe dir schon so vieles beigebracht, Euphratie Scarlet.“ Es war nicht mehr als ein Flüstern. Das Flüstern war ihr bekannt. Es kroch bereits seitdem die Kleine denken konnte durch die Wartungsschächte des Schiffes. Es war wie immer fremdartig und zischend. Eine Stimme die Euphratie solange schön hörte wie die Worte ihrer Mutter.
„Hilf ihm bitte! Hilf mir ihm zu helfen!“ flüsterte das Mädchen mit den pinken Haaren nickend und streckte ihre kleine schmierige Kinderhand nach dem Körper mit den verdrehten Gliedmaßen aus. Die Szene wurde in ein violettes Leuchten gehüllt, als die Zeit mit dem nächsten Herzschlag wieder an Fahrt gewann. Als das was nicht sein durfte in den Realraum eindrang brach eine Panik aus, die von den Knechten nicht mehr eingedämmt werden konnte. Im Gebrüll der Sklaven ging das knorpelige Knirschen und Knacken der sich richtenden Gelenke des Arbeiters unter, als dieser berührt vom Puls des Immateriums wieder begann sich zu regen.
Noch während der Mann sich vorsichtig vom Boden hoch drückte, fielen erste warme Tropfen frischen Blutes von der Decke. Dieser Vorhang aus körperwarmem Lebenssaft senkte sich über die bereits in Panik befindlichen Sklaven und nun ebenfalls dem Horror anheimfallenden Knechten. Euphratie lächelte während der nach Eisen riechende Regen ihr rote Schlieren durchs Gesicht zog und betrachtete den orientierungslosen Mann vor sich. Sie hatte sein Leben gerettet und dies machte sie glückl… – ein dumpfer Schlag auf den Hinterkopf riss sie aus diesem Hochgefühl und sandte sie unwirsch ins Land der Träume.

4. Unter dem Hammer

Im zarten Alter von neun Jahren wurde Euphratie Scarlet also das erste Mal der Hexerei beschuldigt, angeklagt und verurteilt. Der Kreuzer der Inquisition befand sich zu dieser Zeit unter der Führung einer radikalen Inquisitorin und bekennendem Xanthitin, welche den Vorsitz bei der Verhandlung über das Schicksal des warpaffinen Mädchens führte. Euphratie hatte ein Warp-Phänomen heraufbeschworen. Dabei wurde gut die Hälfte der damals zur Reinigung eingesetzten Sklaven  im Zuge der Wiederherstellung der Disziplin und der anschließenden Reinigung getötet. Eine ganze Menge Seelen für die noch sehr schmalen Schultern des Mädchens und eine Schuld die nicht leichtfertig abgetan werden konnte.
Zur Wahrung der Moral und aus Gründen der Gerechtigkeit war eine Hinrichtung die einzig logische Konsequenz. So wäre das Leben Euphraties beinahe unter dem Hammer der inquisitorischen Richterin zermalmt worden. Im letzten Moment aber trat ein junger Mann mit dunklem Haar – er mochte vielleicht zwanzig Schiffsjahre gezählt haben – an die Seite der Vorsitzenden und erbat das Leben der jungen unsanktionierten Psionikerin. Die Richterin und Mentorin von Lucius Redhand, die bereits bei ihm nachsichtig gewesen war, entschied zu Gunsten ihres Schülers und überantwortete ihm das Leben des kleinen Mädchens.

Die Akolythin der Inquisition, Euphratie Scarlet, lernte viel von ihrem Interrogator. Sie sah die Sektion VI mitsamt ihren Eltern nie wieder. Man hatte diesen erzählt ihre Tochter sei als Hexe gerichtet worden und vermutlich war dies auch das Beste für alle Beteiligten gewesen. Während man noch heute in den Katakomben der Kanonenbuchten, Wohnblock große Geschosse in die Abschussvorrichtungen lädt, schlug der warpgeborene Spross der Backbordgeschützsektion seit diesem Tag einen gänzlich anderen Weg ein.
Zunächst musste das aus ihrem Innern verbannt werden, was ihr diese Dinge beibracht und einflüstert hatte. Jenes unstoffliche Wesen stellte sich als kleinerer Diener des Chaos heraus, welcher sich schon damals in der Nacht ihrer Geburt in ihrer Seele eingenistet hatte.

Als Meister der Biomantie hatte Lucius Redhand in der kleinen begabten Euphratie ein Potential entdeckt, welches er zu fördern bereit war. Sie lernte von ihm diese Disziplin zu beherrschen und wurde den Erwartungen ihres Herrn – und bald sehr guten Freundes – mehr als gerecht.

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