Warhammer 40k – Deathwatch

++ Gehe vorsichtig und trage eine große Waffe ++

Zunächst waren wir skeptisch ob Deathwatch unseren Ansprüchen an ein gutes und vielseitiges Rollenspiel genügen kann. Ich denke Ihr gebt mir recht, wenn ich behaupte, dass das Rollenspiel mit den mächtigen Astartes, den Engelns des Todes, sicherlich zunächst richtig fetzen könnte – aber vermutlich schnell an Schwung und Besonderheit verlieren würde. Das Warhammer 40.000 Universum ist ein dunkles, von einem galaxisweiten Krieg zerfressenes, bösartiges und unmenschliches Universum. Der Sinn und Zweck der Spacemarines im DarkGrim besteht darin die übelsten, fiesesten und gefährlichsten Feinde des Imperiums der Menschheit zu bekämpfen. Sie kommen höchsten in den Momenten in denen es niemanden mehr gibt der der Lage noch Herr werden könnte. Es ist die Elite der Elite des Imperiums.
Die Astartes leben also für den Krieg. Wenn sie nicht kämpfen dann bereiten sie sich auf selbigen vor oder beten zum Imperator um ihre Seelen zu stärken. Zwischendurch wird vielleicht nochmal was gegessen – aber darüber hinaus scheint es im Leben eines SpaceMarines wohl nicht viel zu geben.Das klingt für mich nach einem Setting in dem es vornehmlich ums Baller, Moschen und Abfackeln von Monstern geht. Knallharte Action, viel Epic und vielleicht ein wenig Rollenspiel am Rande. Da wir in unserer Runde nicht sooo gerne kämpfen, jedenfalls nicht andauernd, waren wir also skeptisch.

Nachdem ich mich also dazu überreden ließ mir das Setting anzusehen versuchten Reh und ich uns zuerst an einer kleinen Solo Kampagne. Ich erstellte mir einen Charakter – Bruder Hakon Skaret von den SpaceWolves. An der Rolle fand ich schnell gefallen und das Setting der Mini-Kampagne gefiel ebenfalls. Hakon wacht auf, weiß nicht wo er ist und scheint unter temporärem Gedächtnisverlust zu leiden. Es ging also erstmal darum rauszufinden wer man eigentlich ist und wie zur Hölle man dahin kam wo man sich dort befand. Schwer verletzt, ohne Ausrüstung und gestrandet bei irgendwelchen Höhlenbewohnern.
Das Spiel war einfach super. Die Interaktion mit den vielen NSCs war toll und Herausforderungen konnten ebenfalls geschaffen werden. Der erste Test im Solo Modus war also ein Erfolg!

Für Phase 2 entschieden wir uns für eine Runde mit vier Spielern. Auch dort war ich zunächst skeptisch, da zwei von vier Spielern eher unbedarft im Warhammer 40.000 Setting waren und ich die Meinung vertrat, dass die Rolle eines Astartes für gutes und tieferes Rollenspiel einiges an Background benötigen würde. Dazu aber später mehr.
Diese Runden wurden auch Live ins YouTube übertragen und können entsprechend im Channel vom Reh angehört werden. Jeder Spieler erstellte sich einen Marine von jeweils unterschiedlichen Orden und dann konnte es auch schon losgehen.
Das Rollenspiel zwischen den Marines war wirklich unterhaltsam. Hakon der Wolf und Calibos von den Kriegern des Löwen gerieten prompt aneinander – so wie es sich gehört. Der Ultramarine versuchte ein wenig zu schlichten und der StormWarden schien die Sache erstmal so zu akzeptieren.
Durch die gute Vorbereitung von Reh und einen Ansprechenden Plot kam richtig Schwung in die Runde. Es war tatsächlich einiges an Rollenspiel – sowohl innerhalb des KillTeams, als auch mit verschiedenen NSC der Imperialen Armee, der Flotte oder der Inquisitorin Twana Graves. Das Ansiedeln der Deathwatch Runde in unserem bestehenden Schattenjäger Universum kam bei allen gut an und wurde als echte Bereicherung empfunden.
Neben den Kämpfen gab es noch herausfordernde Elemente wie das bilden von Prioritätszielen bei der Ausführung des Auftrages und einen Taktik. Die Imperiale Armee wollte schlau eingesetzt und Kompanien verschoben und sinnvoll platziert werden. An diesem Teil fand ich richtig Spaß und die Aufbereitung mit einer Taktikkarte samt verschiebbaren Einheitssymbolen fand ich klasse!
An der Mission spielten wir zwei Abende. Einer der Marines wurde von einem Ketzer mit Plasmapistole erschossen und die anderen kamen gerade so mit dem Leben davon. Es war spannend bis zum Schluss und alle am Tisch hatten denke ich ihren Spaß.
Meine Bedenken bzgl. der nötigen Erfahrung im Setting zur Darstellung eines Astartes fand ich allerdings teilweise bestätigt. Ich selbst lese mir viel Fluff Material in Romanform durch und befasse mich schon lange mit der Thematik Warhammer. Für mich sind Astartes etwas sehr besonderes und ich gehe mit einer gewissen Erwartungshaltung an diese halbgötter in Servorüstung heran. Diese Erwartungen konnten nicht ganz bedient werden – aber mit etwas Übung und ein wenig Einlesen würde das mit Sicherheit etwas werden können. In jedem Fall macht es das Spiel interessanter wenn man sich mit den Orden, ihren Eigenheiten und der Spielwelt etwas besser auskennt.

Beim zweiten Plot stürmten wir begleitend zur Schattenjäger 1.0 Kampagne einen tyrannidisches Riesenraumschiffvieh. Das gab auch wieder gute Action und war sehr kurzweilig. Man merkte auch, dass sich die Spieler leichter in die Rollen einfinden konnten und sich etwas besser mit ihren übermenschlichen Charakteren zurecht fanden.

Im Anschluss an die zwei Runden Deathwatch begann dann die Kampagne Löwe & Wolf, welche sich primär um Hakon den Spacewolf und Calibos den DarkAngel drehen sollte. Ein weiterer Charakter kam dann später noch in Form von Schwester Hospitalis Magdalena von den Adepta Sororita hinzu. Es gab darüber hinaus immer mal Gastrollen, die allerdings keinen Bestand in der Kampagne fanden.
Löwe & Wolf wuchs mir sehr schnell ans Herz. Vorallem die viele Interaktion mit den nicht Astartes und der epische Plot von Reh machten diese Runde schnell zu einer meiner Favouriten. Worum der Plot sich dreht und wohin uns das alles führen wird vermag ich noch nicht zu durchblicken, aber ich denke es wird richtig gut werden. Wer sich die Sache anhören mag kann sich die Löwe & Wolf Reihe ebenfalls bei YouTube genehmigen.

Mein Fazit zu Deathwatch: Viel Action, viel Kampf, tolle Astartes Epicness und wenn man sich etwas Mühe gibt auch nicht zu wenig Rollenspiel. Meiner Meinung nach nichts für Anfänger im Warhammer 40.000 Setting. Die Spielmechanik in Kämpfen läuft sehr flüssig und die Regeln zum Kampf gegen Horden aus dem Deathwatch Grundregelwerk erfüllen ihren Zweck – sie liefern harte Kämpfe mit haufenweise Toten ohne Würfelorgie und in annehmbarer Zeit.
Die Kombination von Astartes mit Schattenjäger oder Freihändler Charakteren funktioniert ganz gut, wenn die nicht Deathwatch Charaktere das entsprechende Level haben. Kleine Charaktere zusammen mit Astartes ist für den Spielleiter kaum zu balancen und eher nicht zu empfehlen 🙂

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit

Viele Grüße

Senf

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4 Gedanken zu “Warhammer 40k – Deathwatch

  1. Hallo Reh und Co.

    Ich hätte zwei Sachen (und ich hoffe das du mir da weiterhelfen kannst)
    -Mich würde interessieren, wie das mit dem Feuerkampf (und Nahkampf) gegen Massen funktioniert Regeltechnisch
    -Wo knüpft die Zweite Staffel an? Ich habe bisher nur Löwe und Wolf durch und Deathwatch(+/-Schattenjäger) und ich konnte keinen Zusamenhang eruieren.

    Gruß Feanor

    Gefällt mir

    1. Hi Feanor,
      zu deinen Fragen:
      1. Das mit dem Hordenkampf ist im GRW von Deathwatch recht gut beschrieben. Findet man relativ weit hinten. Grob gesagt funktioniert es so, dass man dort vereinfachte Kampfregeln vorfindet. Jede Horde hat einen „Massewert“, welcher abstrakt angibt wie groß die Horde ist. Ein Massepunkt steht dabei nicht zwingend für ein Mitglied der Horde, sondern kann bei kleinen Viechern auch für mehr stehen. Je größer die Masse wird desto leichter ist sie zu treffen, aber desto mehr Schaden verursacht sie auch selbst. Entsprechende Tabellen dazu wie gesagt im Deathwatch GRW.
      Schießt man nun zBb. mit einer Schnellfeuerwaffe in eine Horde guckt man am Ende wieviele Treffer man erzielt hat und sobald ein treffer mindestens einen Schadenspunkt verursacht wird die Masse der Horde pro Treffer um eins reduziert. Bsp.: Schuss mit einen Maschinengewehr, dass eine Feuerrate von -/-/10 besitzt: Jeder Erfolgsgrad erhöht den Schaden an der Masse um 1, d.h. bei 3 Erfolgsgraden würde man 4x Schaden würfeln. Bei großen Waffen und kleinen Viechern ersparen wir uns den Schadenswurf dann aber oft um die Sache zu beschleunigen. Ungepanzerte Ziele mit einem Schweren Bolter zu beharken ist dabei einfach keine Herausforderung 🙂
      Im Nahkampf funktioniert es ähnlich. Ein Treffer verursacht eine Reduzierung der Masse um 1, pro zwei Erfolgsgrade gibt es weitere Treffer die jeweils Massepunkte vernichten. Immer vorausgesetzt die Treffer machen Schaden.
      Die Horde selbst kann im Nahkampf jede Runde alle Charaktere die in Kontakt mit ihr sind angreifen. Diesen Angriffen kann man nicht ausweichen. Im Fernkampf kann die Horde entsprechend der Zehnerstelle ihrer Masse Attacken ausführen. Bsp.: Masse 40 = 4 Fernkampfangriffe. Immer voraugesetzt sie hat überhaupt Fernkampfwaffen 🙂
      2. Löwe und Wolf startet zeitlich zwischen den beiden Kampagnen Schattenjäger 1.0 und Schattenjäger 2.0. Hakon meldet sich dort nach den Tyrannidenkriegen bei Twana Graves ab um seiner „Bestimmung“ zu folgen. Dort gibt es einen kleinen Logikbruch, da Katharina im späteren Verlauf von Schattenjäger 1.0 überraschend zur Inquisitorin wurde und den Posten von Twana übernahm. Ergo wäre Twana zu dieser Zeit eigentlich schon keine Inquisitorin mehr gewesen.
      Wir haben nach dem Tyrannidenkrieg die Kampagne Schattenjäger 1.0 beendet und dann einen Zeitraum von knapp 12 Jahren im Spiel übersprungen bevor Schattenjäger 2.0 startete. Die Löwe und Wolf Kampagne beginnt etwa 3 Jahre nach Ende des Tyrannidenkrieges.

      Ich hoffe dir mit dieser Antwort geholfen zu haben 🙂

      LG, Senf

      Gefällt 1 Person

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